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der-dichter - Trauer


Am 10. und 11. Januar 2016 wurden in Ichtershausen/Thüringen zwei Babyleichen gefunden.
Die Tat erschüttert das ganze Dorf und ist unbegreiflich.
Man kann diese Tat und deren Folgen kaum in Worte fassen. Ich habe es dennoch versucht:
 
Kleine Seelen
 
Was ist’s für eine dunkle Welt,
die kleine Babys in Frage stellt?
Kleine Seele früh zerstören,
niemals nur ein Lachen hören.
 
Welch unbekannte dunkle Macht
hat Menschen um solchen Verstand gebracht?
Die Kinder einfach abzulegen,
sind diese nicht der größte Segen?
 
Niemals die warme Sonne spüren,
das wird uns die Kehle zuschnüren.
Niemals tragen sie einen Ranzen
und niemals durch den Regen tanzen.
 
Nie mit Musik die Zeit vertreiben,
Niemals einen Aufsatz schreiben.
Nie im Leben sich verlieben.
Ihr wurdet in den Tod getrieben.
 
Vorbei das allerletzte Hoffen,
die ganze Welt weint tief betroffen.
Wollen euch jetzt Ruhe schenken
und für ewig euch gedenken.
 

 

Ragnar Guba, 14.01.2016



Auch wenn ich weiß, dass außer den deutschen Schülern auch viele andere Deutsche, Babys und Menschen anderen Nationalitäten bei diesem schrecklichen Unglück am 24. März 2015 in den französischen Alpen ums Leben gekommen sind, lag es mir doch am Herzen, meine Trauer über den Tod der Schüler in einem Gedicht zum Ausdruck zu bringen:
 
Flügelschlag
 
Aufgestiegen in die Lüfte,
hoch nach oben, immer weiter.
Hat der Tag so schön begonnen,
Sonnenschein ist immer heiter.
 
Reden über das Erlebte,
lachend stimmt so mancher ein.
Viele Bilder sind geschossen
und auf dem Weg ins traute Heim.
 
Plötzlich doch ist alles anders,
Schwingen hören einfach auf.
Und der Sturz geht in die Tiefe,
Unheil nimmt nun seinen Lauf.
 
Nicht mehr denken, nur noch beten.
Doch was kann man nun noch tun?
Viele Bilder zieh’n vorüber,
lassen keinen jetzt mehr ruh’n.
 
Der Tag bleibt heiter, wie er war,
weiter geht der Sonnenschein.
Die Nachricht zieht durch alle Länder,
nichts wird mehr wie früher sein.
 
Kinderseelen zieh’n zum Himmel,
finden ihren Frieden dort.
Kinderseelen unvergessen
leben in der Herzen fort.
 
Die ganze Welt ist wie erschüttert,
es strahlen Lichter über Lichter.
Das „WARUM“ kann keiner sagen
und es gibt auch keinen Richter.
 
Wie ein Flügelschlag des Lebens,
er war kurz und nun vorbei.
Und all eure lieben Menschen
wünschen euch so sehr herbei.
 
Lasst uns beten, lasst uns danken,
dass ihr ward in unserem Leben.
Und eines Tages, ich bin sicher,
wird’s ein Wiedersehen geben.
 
Ragnar Guba, 25. März 2015




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